Ameisenplage

Ameisenplage im Garten. Wie hält man sie im Zaum?

Ameisen sind in der Natur allgegenwärtig. Allein in Nord- und Mitteleuropa gibt es über 170 Arten. Davon leben mehrere Dutzend auch in unseren Städten und somit auch in unseren Gärten.
Durch ihre Art, ihr Nest zu organisieren und sich an ihre Umwelt anzupassen, sind sie vielfältig in ihren Lebensräumen und können somit natürlich auch in unseren Gärten ein geeignetes Zuhause finden. Siedeln sich die Ameisen dort an, wo man sie aber nicht haben will, gibt es – je nach Art – ein paar Möglichkeiten, sie ganz loszuwerden oder wenigstens umzusiedeln.
Eine wahre Ameisenplage im Garten kann einen natürlich stören. Denn Ameisen lieben Früchte, Blüten, Zucker und können zum Teil unangenehm stechen oder beißen. Zudem verteidigen sie Blattläuse, deren süße Ausscheidungen ihnen als Nahrung dienen.
Gleichzeitig erbeuten sie aber Pflanzenschädlinge und sorgen mit ihrem Durst auf Blütennektar für eine Bestäubung von Pflanzen. Tote Tiere zersetzen sie effizient.

Allgemeine Möglichkeiten, Ameisen und ihre Nester zu vertreiben

Die meisten Ameisen, die sich im Garten ansiedeln, gehören zu den Wegeameisen und den Knotenameisen. Erstere sind besonders anpassungsfähig und sind gerade im Sommer gerne unter warmen Steinen mit ihrer Brut zugange.
Die rote Gartenameise lebt hingegen vor allem in feuchter Erde – beispielsweise in Blumentöpfen und in Beeten. Sie kann bei Gefahr stechen und ist somit besonders unangenehm als Gast.
Um ein ganzes Nest umzusiedeln, reicht es oft, im Sommer einen Topf, der mit Holzwolle gefüllt ist, mit der Öffnung nach unten an die Ameisenstraße zu stellen. Nach einiger Zeit wird das ganze Nest, bei sonniger Lage, dort hinein gezogen sein. Man kann diesen Topf nun – mindestens 30 Meter weit – wegbringen.
Man kann das Nest auch mit Dingen bestreuen, deren Duft von den Tieren als unangenehm empfunden wird. Hier bieten sich zum Beispiel Zitronenschalen und Zimt an.
Auch das Fluten eines Nestes bewirkt ein Umsiedeln der Ameisen. Dabei ist es wichtig, das Nest wirklich zu schwemmen. Ein Teil des Nestes und die Brut ertrinken. Die Überlebenden werden umsiedeln oder orientierungslos werden.

Ameisen von bestimmten Objekten und Stellen fernhalten

Da man diese Insekten kaum ganz loswerden kann, muss man sich manchmal damit arrangieren, sie einfach nur in Schach zu halten. Um sie aus dem Haus, von Obstbäumen und von Beeten fernzuhalten, gibt es eine ganz einfache Methode:
Ameisen meiden das Überqueren von alkalischen Substanzen. Kreidestriche vor Hauseingängen und auf Wänden bilden also Grenzen. Die Beeteinfriesung kann man mit Kreidepulver bestreuen. Talkumpuder am Baum verhindert, dass die Insekten Obst anknabbern und ihre Blattlauskolonien in den Bäumen kultivieren.

Schäden durch die Ameisenplage eindämmen und vorbeugen

Da die größten Schäden durch Ameisen durch die Blattläuse unter ihren Fittichen verursacht werden, ist das Ansiedeln von Marienkäferlarven eine gute Option. Sie fressen Hunderte der Schädlinge am Tag.
Wenn die Ameisen sich dort aufhalten, wo man sich auch aufhält, kann man ihnen mit einer Bierfalle (abgestandenes Bier mit ein wenig Honig in einer Schüssel mit senkrechten Wänden) zuleibe rücken. Backpulver ist hingegen ein ineffizientes Mittel.