Sägen - Zahlen, Fakten und Geschichte

Sägen – Zahlen, Fakten und Geschichte

Wenn von Sägen gesprochen wird, dann ist sicherlich nicht das „Sägen“ in der Form von „Schnarchen“ gemeint, sondern um die Werkzeuge, die es wohl schon gibt, seitdem es die Menschheit gibt. Auch wenn sich dies auf das „Schnarchen“ beziehen kann. Doch Spaß beiseite, denn in der Steinzeit hantierten die Menschen mit einer Säge, um Behausungen zu konstruieren oder andere Arbeiten zu verrichten. Laut Forschungsarbeiten wurde die erste Kreissäge im Jahre 1100 konstruiert. Allerdings ist es eher richtiger, wenn dabei von einem Bauwerk gesprochen wird, denn der Erfinder schuf ein Zahnrad, welches mit einer Kurbel angetrieben wurde.

Die Urform der Säge

Bereits in der Steinzeit gab es erste Urformen der Säge, wobei dies, wie jeder vermuten wird, aus Stein gefertigt waren. Die Sägen waren im Grunde nicht mehr als ein Stein, der an einer Seite eine zahnige, scharfe Kante verfügte. Damit war es den Menschen zu der Zeit bereits möglich, Holz zu bearbeiten. Sicherlich konnte kein Baum gefällt werden und generell war die Arbeit extrem schweißtreibend, – aber für die damaligen Verhältnisse war dieses Werkzeug ein extremer Fortschritt. Denn es war den Steinzeitmenschen möglich, erstmals Holz zu bearbeiten.

Die Ägypter brachten die Entwicklung weiter, denn sie entwickelten Sägen aus Metall. Die Römer entwickelten diese nochmals weiter und es entstanden die ersten Metallsägeblätter mit Griffen. Diese konnten bereits effektiv eingesetzt werden. Doch es dauerte noch Welten bis hin zu den einfachen Handsägen, die heute im Handel erhältlich sind.

Die Säge wurde erst in der Renaissance weiterentwickelt. Im 15. Jahrhundert, der Zeit der großen Denker und Erfinder, wurden ersten Sägen aus Stahl gefertigt. Dieses Werkzeug war sogar so effektiv, dass es in der Lage war, die Axt bei der Holzbearbeitung abzulösen.

Etwas sägen – das war mit körperlicher Anstrengung verbunden

Zu Beginn war der Kreissäge Tisch nicht klar, wie sich dieses Werkzeug entwickelt. Das Zahnrad oder Sägeblatt wurde auf einer Holzkonstruktion zwischen Balken angebracht. Sobald die Säge betätigt wurde, drehte sich das Sägeblatt und das Schneidgut wurde durchtrennt. Allerdings war mehr als eine Person notwendig, um diese erste Kreissäge zu bedienen.

Da das Sägeverfahren sich als zu kompliziert herausstellte, setzte sich diese Konstruktion nicht gleich durch. Die Folge war, dass es lange Zeit ruhig um die Kreissäge wurde. Bei den anderen Formen war jedoch eine Biegung der Sägen zu verzeichnen. Damit sich die Sägen besser und einfacher bedienen ließen, wurden diese mit einer Biegung von 10 bis 20 Grad hergestellt.

Einer Patentzeichnung aus dem Jahre 1799 zeigt eine Kreissäge des Erfinders L. C. A. Albert aus Frankreich auf. Dieser ließ sich seine Kreissäge unter dem Namen „Scie fans fin“ patentieren. Die Kreissäge erlebte schnell einen großen Durchbruch, sodass sie schnell in Deutschland bekannt wurde. Von diesem Zeitpunkt an kam die Kreissäge oft zum Einsatz, da sie die Arbeiten um ein Vielfaches erleichterte. Jedoch wurde die Säge noch immer per Hand angetrieben.

Doch erst im Jahr 1921 begann die eigentliche Geschichte der Kreissäge.

Der Fortschritt der Kreissäge begann in den USA

Der Durchbruch kam vom Erfinder Edmond Michel. Dieser hatte beobachtet, wie die Arbeiter mit der Machete die harten Zuckerrohre abtrennten. Nicht nur das die Arbeit hart war, sondern sie waren auch sehr schweißtreibend. Er war davon überzeugt, dass es doch einfacher von der Hand gehen könnte, um das harte Zuckerrohr zu durchtrennen. Als er zurück in seiner Werkstatt in New Orleans war, entwickelte er die erste mechanische Machete. Bei dieser Erfindung kam ihm zugleich der Gedanke, dass die Klinge rotieren müsste, damit die Idee in die Praxis umgesetzt werden kann. Somit ließ er seinen Gedanken freien Lauf und machte sich daran, das System zu verbessern.

Von dieser Erfindung wurde in der Zeitung berichtet und somit bekam auch Joseph W. Sullivan davon Wind. Er reiste direkt nach New Orleans, um dort Edmond Michel ausfindig zu machen. Beide schlossen sich zusammen und sie gründeten 1924 „The Michel Electric Handsaw Company“. Vertrieben wurde die erste Handkreissäge unter dem Namen Skilsaw, die heute noch immer als Synonym für die Handkreissägen gilt, ganz gleich von welchem Hersteller diese stammen.

Mit seinem Element als Unternehmer war Michel jedoch unglücklich, da er keine Zeit mehr hatte, sich seiner Berufung der Erfindungen hinzugeben. Er verlässt 1926 das Unternehmen und das Unternehmen wurde noch im gleichen Jahr in „Sklisaw Incorperated“ umbenannt. 1928 war es so weit. Die Hersteller konnten Aluminium für die Werkzeuge verwenden, welches um einiges leichter und robuster war.

Die erste tragbare elektrische Kreissäge

1928 kam es dann dazu, dass die erste tragbare elektrische Kreissäge entwickelt wurde. Natürlich blieb der Erfolg auch den anderen Hersteller von Werkzeugen nicht verborgen, die sich ebenfalls ein Stück vom Kuchen sichern wollten. Die Folge war, dass auch andere Hersteller Kreissägen in ihrem Sortiment anbieten wollten. Dabei hatte jeder Hersteller vor, seine ganz eigenen Funktionen in das Werkzeug einzubauen, und so kam es zu der Entwicklung von individuellen Modellen. Heute in der Moderne kann jeder eine Handkreissäge kaufen, von der es unterschiedliche Modelle gibt.

Im Fokus steht der Sicherheitsaspekt

Die Unfallgefahr ist aufgrund der technischen Entwicklung der Kreissägen sehr hoch. Vor allem bei den Handkreissägen kam es im Laufe der Zeit zu vielen Veränderungen hinsichtlich der Sicherheit. Eines der wichtigsten Merkmale, um die Sicherheit zu erhöhen, ist der Spaltkeil. Dieser befindet sich hinter dem Sägeblatt und dieser verhindert, dass das Schneidgut nach dem Schneiden wieder zusammengeführt wird. Würden sich die beiden durchtrennten Enden wieder zusammenfügen, könnte es dazu kommen, dass das Sägeblatt blockiert und sich dadurch die Unfallgefahr erhöht.

Hinweis: Bei der Verwendung sollte beachtet werden, dass der Spaltkeil nach Einsatz der Dicke von dem Sägeblatt gewählt wird.

Immer neue Sicherheitstechniken werden entwickelt

Die Hersteller machen sich immer wieder Gedanken darüber, wie sie die Sicherheit der Hand- und Heimwerker erhöhen können. Ein Hersteller hat bereits 2018 eine Sicherheitstechnik entwickelt, damit Hobby- und Handwerker künftig keine Finger mehr verlieren.

Vom amerikanischen Hersteller SawStop wurde 2004 eine technische Lösung entwickelt, bei dem es sich um ein automatisches Notstoppsystem handelt. Dafür wird die natürliche Leitfähigkeit der menschlichen Haut für Elektrizität genutzt. Die Sägezähne stehen leicht unter Strom und kommt es zu einem Kontakt mit der Haut – zumeist sind es die Finger – wird dieser direkt registriert, sodass Sägeblatt und Motor innerhalb von fuenf Sekunden gestoppt werden. Dies ist schnell genug, um mehr als einen kleinen Kratzer zu verhindern. Damit hat SawStop seit 2004 nach eigenen Angaben schon Tausende Finger gerettet.

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