Maulwurf im Garten: Was tun?

Als Hobbygärtner kommt man kaum nach, die lästigen Maulwurfshügel platt zu drücken. Sie zerstören den schönen englischen Rasen, durchwühlen den Gemüsegarten und zerstören das schön angelegte Blumenbeet. Um den Maulwurf erfolgreich loszuwerden, soll man jedoch zuerst einiges über den kleinen Insektenfresser wissen, unter anderem, dass er unter Artenschutz steht und nicht mit der Wühlmaus zu verwechseln ist.

Wissenswertes über den Maulwurf

Der kleine Wühler lebt in einem selbst gegrabenen System aus Höhlen und unterirdischen Gängen. Seine Augen sind sehr schwach ausgebildet, sein Geruchs- und Hörsinn ist daher umso intensiver. Täglich kann ein Maulwurf, der meist als Einzelgänger lebt, bis zu 20 Erdhügel mit seinen kräftigen Händen aufwerfen. Das macht ihn zwar nervig, aber nicht schädlich. Denn das kleine Tier frisst Engerlinge, Larven, Insekten und andere Schädlinge, Pflanzen rührt er nicht an. Wen die zahlreichen Erdhügel also nicht stören, kann sie auch ruhig stehen lassen. Entscheidet man sich dennoch für ein Vertreiben, so sollte man sich klar machen, ob es sich bei den Erdhügeln nicht um die von einer Wühlmaus handelt.

Wie erkennt man den Unterschied zwischen dem Maulwurf- und dem Wühlmaushügel?

Die Hügel der Maulwürfe sind höher und spitzen sich zur Mitte hin zu. Der Gang fängt direkt in der Mitte des Hügels an. Die Wühlmäuse werfen die Erde eher seitlich zu ihrem Gang auf. In ihrem Hügel befinden sich Gras- und Pflanzenreste. Maulwürfe hinterlassen im Vergleich nur frisch aufgewühlte Erde. Ist man sich noch immer nicht sicher, dann hilft es, den Hügel zur Seite zu werfen und das Loch offen zu lassen. Ist es am nächsten Tag wieder verdeckt, so handelt es sich um eine Wühlmaus. Im Gegensatz zu ihrem Artenverwandte stehen die Wühlmäuse nicht unter Artenschutz. Wer einen Maulwurf töten will, muss dafür eine Erlaubnis anfragen. Ansonsten darf er nicht getötet, nur vertrieben werden!

Des Maulwurfs Stärken nutzen

Maulwürfe haben besonders ausgeprägte Nasen und Ohren, denn sie orientieren sich an Gerüchen und Geräuschen. Und genau damit kann man sie auch vertreiben: für das Tier störende Gerüche und Geräusche. Hierzu gibt es verschiedene Mittel aus dem Fachhandel, zum Beispiel die Präparate Maulwurf-Raus und Maulwurf-Schreck oder Ultraschallgeräte, die in die Erde gesteckt werden. Ihre Wirkung ist jedoch oft umstritten. Während sie bei verschiedenen Hobbygärtnern wirken, verfehlen sie ihre Wirkung in anderen Gärten. Die Alternative sind selbst gebastelte und präparierte Hausmittel. Sie sind schnell und einfach gemacht und sind zudem günstiger.

Unangenehme Gerüche für den Maulwurf verteilen

Saure Milch, Hundehaare, gepresste Knoblauchzehen mit Wasser vermischt und Essigessenz empfinden die Maulwürfe als sehr unangenehm, so auch Pflanzenjauche aus Brennnesseln und Wermut. Damit die Geruchsquelle erfolgreich wirkt, soll sie einmal wöchentlich in das Gangsystem verstreut werden. Die Substanz muss alle paar Meter in die Gänge verteilt werden. Zählt man wöchentlich weniger Haufen, so ist man auf dem richtigen Weg, der Maulwurf zieht langsam aber sich aus dem Garten aus.

Den Maulwurf mit Schallwellen vertreiben

Es gibt auch mehrere akustische Hausmittel, die gegen die nervigen Tierchen wirken. Flaschen, die mit dem Hals nach oben schräg in die Erde gesetzt werden, pfeifen, wenn der Wind drüber zieht. Alternativ hilft ein Klangmittel, das an einem Ständer aus Metall angebracht wird. Kleine, quietschende Windräder oder alte Löffel leiten Schallwellen über den Metallpfosten in die Erde.

Die zeitaufwendige Methode

Es gibt noch eine weitere Alternative, um den Maulwurf zu verscheuchen. Sie ist effektiv, jedoch sehr zeitaufwendig. Sobald die Erde zum Hügel geworfen wird, muss man ihn mit dem Gartenschlauch bewässern. Auf Dauer wird dem Wühler dies zu stressig und er macht sich davon. Hierfür muss man jedoch ständig auf der Lauer sitzen, vielleicht probiert man doch lieber ein Schallvertreiber oder eine unangenehme Geruchsquelle.