Laminat und Parkett - Unterschiede in Aussehen und Handhabung

Laminat und Parkett – Unterschiede in Aussehen und Handhabung

Heute gibt es, dank neuester technischer Verarbeitungs- und Herstellungsmethoden, optisch manchmal kaum einen Unterschied zwischen Parkett und Laminat. Laminat gibt es nämlich oftmals in Holzoptik. dabei machen die Imitate keinen Unterschied ob sie nun gerade Palisander, Nussbaum oder Teak imitieren. Die einzelnen Bohlen aus welchen die Böden zusammengefügt werden, unterscheiden sich kaum voneinander. Manchmal kann bei einem fertig gelegten Boden, nur ein geschultes Auge den Unterschied erkennen.

Doch wie genau unterschieden sich Laminat und Parkett voneinander und was gilt es bei der Arbeit mit beiden und im Badezimmer zu beachten?

Laminat – Woraus er besteht und wie er verlegt wird

Laminat besteht aus einer Holzfaserplatte, welche mit Papier und Melamin-Klebstoff versehen ist. Insgesamt sind es sogar fünf bis sechs Schichten.

  • Deckschicht (Overlay)
  • Dekorpapier
  • Underlay
  • Trägerplatte
  • Gegenzug
  • manchmal Verlegeunterlage

Meistens imitiert die Oberfläche eine Holzoptik, doch auch Fliesen- oder Steinoptik sind gefragt. Laminatfußboden ist wesentlich günstiger als ein hochwertiger Parkettfußboden doch er blickt auf eine ebenfalls lange Geschichte zurück. Beinah hundert Jahre beträgt diese. Da es sich bei Laminat um eine Schichtstoffoberfläche handelt wurde diese beim Verlegen zuerst verklebt. Zuerst wurde Laminat dabei lediglich als Wandverkleidung oder Arbeitsfläche genutzt, seit den siebziger Jahren allerdings gibt es den HPL (High pressure Laminat/Hochdruck Laminat) und dieser wird als Bodenbelag genutzt. Auch dieser wurde zuerst verklebt. Seit 1996 gibt es den Klick-Laminat, welcher das Verlegen einfach macht. Hier werden einfach einzelne Bohlen ineinandergesteckt und straff angezogen. Manchmal muss man darunter eine Trittschutzdämmung verlegen. Manche Hersteller haben diese bereits unter den von ihnen produzierten Laminat-Bohlen angebracht.

Parkett- Aus was er besteht und worauf es ankommt

Ein Parkettfußboden ist ein reines Holzprodukt. Hierbei werden unterschiedliche Holzschichten miteinander verbunden und die Oberfläche besteht aus einem feinen Holzfurnier. Parkett gibt es schon wesentlich länger als Laminat. Schon im 16 Jahrhundert und früher wurden Ballsäle damit ausgelegt. Es gibt unterschiedliche Arten von Parkett:

  • Stabparkett (Massivparkett)
  • Mosaikparkett (Massivparkett)
  • Lamparkett (Massivparkett)
  • Hochkantlamellenparkett (Massivparkett)
  • Parkettdielen
  • Massivdiele
  • Tafelparkett
  • Mehrschichtparkett/ Fertigparkett

Sie alle unterschieden sich durch die unterschiedlichen Schichten und sie können in diversen und klassischen Verlegetechniken gelegt werden.
Zu diesen gehören:

  • Schiffsboden-Verband
  • Englischer Verband
  • Oxford-Verband
  • Altdeutscher Verband
  • Flechtboden mit Würfel
  • Tafelmuster
  • Fischgrät Muster
  • Leiterboden

Wie man an dieser Liste erkennt, braucht es etwas bis sehr viel mehr können um den hochwertigen Holzfußboden angemessen zu verlegen.

Laminat oder Parkett fürs Badezimmer

Das ein Badezimmer stets nass ist oder regelmäßig über eine hohe Luftfeuchte verfügt ist hier ein Parkettfußboden die richtige Wahl. Das Echtholz ist beständig gegenüber höheren Temperaturen und kurzen nassen Episoden. Laminat hingegen quillt bei regelmäßigem Kontakt mit Wasser oder feuchte auf, die Ränder der einzelnen Bohlen kommen hoch und die Fugen werden immer größer. Ein Parkettfußboden aus Echtholz kann sogar Temperaturen von bis zu 22 Grad und eine Raumluftfeuchte bis 70 % dauerhaft aushalten. Besonders Eiche und Nussbaum sind als Harthölzer für Badezimmer geeignet.

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